(Endo)Milieus

Selbstgebildete Nischen bilden einen Schwerpunkt von Saratxaga Arregis Interessen. Aus der Sicht der kybernetischen Systemtheorie und des ökologischen Wissens bezeichnet die „Umwelt“ in allen ihren historisch geprägten semantischen Variationen, wie Environment, Umwelt, Umgebendes etc., jenen Raum, jenen Ort, in denen die Entwicklung einer Individuation möglich wird. Selbstbildung weist damit auf die Autonomie des Entwicklungsprozesses ökologischer Sphären hin. Saratxaga Arregi forscht über Entwicklungs- und Ausbildungsprozesse von geschlossenen Milieus und umweltbezogenen Bindungsrelationen. Hierbei geht es um die Entwicklung der Endomilieus. Der Versuch einer prozesshaften Ontologie der Endomilieus bildet einen Schwerpunkt der matrixialen Philosophie.

Matrix/Muster: Milieu, das einbettet

Die Gestalt bzw. die Struktur eines Musters verbindet verschiedene einheitliche Wesen untereinander (Bateson 1985). Das Muster nistet ein (Heinz von Foerster) und ist insofern ein Milieu, ein Raum, eine Topologie, in der die gesamten Relationen synthetisch bewahrt werden können. Dieser Raum nimmt mehrwertige Relationen des Werdens wahr. Diese Hypothese stützt sich auf die Referenzfelder und die Polykontextualitätstheorie von Gotthard Günther.

Vorträge

2021

“Das Milieu nistet sich ein: Innerlichkeitsbeziehungen in komplexen Systemen“ Jahrestagung GfM 2021: Wissensökologie

Lehre

SoSe 2019/20

Nischentechnik und Entropie
Seminar im BA, „Raumstrategien“, Weißensee Kunsthochschule Berlin